Mauern und Wehrwerke


Die Umfassungsmauern aus dem Mittelalter

Die innere Umfassungsmauer ist ein annähernd trapezoides Mauergeviert mit einer Gesamtlänge von ca. 220 Metern, wobei die Mauerstärke in etwa 107 cm beträgt.

Die äußere Umfassungsmauer ist ein elfseitiges 370 Meter umfassendes polygonales Mauerwerk unregelmäßigen Verlaufs. Die Mauerstärke beträgt im Mittel 137 cm. Beide Mauerzüge bestehen aus akkurat zusammengefügten und mit Kalkmörtel verbundenen Steinen. Die beiden Zugangsöffnungen befanden sich im Südosten, wobei die entsprechende Lücke in der äußeren Umfassungsmauer mehrere Meter beträgt. Die innere Mauer zeigt überraschend penibel zugehauene Steine im Südost-Eck.

An der Ostseite, wo der zum Friedhof abfallende Hang kleinere Terrassen bildet, lassen sich in tieferer Lage unterhalb der äußeren Umfassungsmauer offene Mauerstrukturen unbestimmter, da auch nicht weiter erforschter, Zweckbestimmung ausmachen. Lorenzo Dal Ri, der Frescuras Grabungstagebücher in einer namhaften Arbeit zusammenfasst, nennt sie "antimurali" - Vormauern. Zu Alter und ursprünglichem Aussehen kann nur spekuliert werden. Die Hypothesen gehen von einem zum (angenommenen römischen) CASTELLUM gehörigen Turm bis hin zu Franz Huters und Heimo Lunz`s Spekulationen, es könne sich hierbei um die Reste der ursprünglichen Stammburg der Herren von Völs aus dem 11. Jh. handeln. Wie auch immer, die einstmals offenbar mächtige Konstruktion ist schon vor Jahrhunderten als Steinbruch verwendet worden.